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Prinz Genji 3
 

 

 

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Prinz Genji
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Der "Genji-Roman" ist ein Abbild der Heian-Epoche, die in Japan als Goldenes Zeitaltergenji.jpg (37854 Byte) gerühmt wird. Benannt ist sie nach Heian-kyo - heute Kyoto -, der damaligen Hauptstadt des Landes. Dort blühte um die Jahrtausendwende eine höfisch-elegante Kultur, der das Abendland  wenig Vergleichbares entgegenzusetzen hatte. Die ganze Passion dieser Adelsgesellschaft galt - außer der Liebe - der Literatur und Musik. Die japanische Kultur steht ja fast seit ihren Anfängen im Zeichen der Poesie. Die von allen geübte Fertigkeit des Dichtens ermöglichte es, auch scheinbar Alltägliches in den  Bereich der Kunst zu erheben. Außer von Poesie, ist im Genji-monogatari so viel von Musik die Rede, dass er nicht zu Unrecht als den <<großen Musikroman Japans>> bezeichnet worden ist. 

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Lausch ich dem Winde, der auf dem Miyagi-Feld den Tau zusammenfegt, so gedenke besorgt ich der jungen Hagi-Blüte dort.

 

Mit diesen Worten wird Genji, die Hagi-Blüte, ins Leben entlassen, er, der Kaisersohn, der "leuchtende Prinz", der selbst niemals Kaiser werden kann, da seine, schon früh verstorbene, Mutter nur eine der Nebenfrauen des Kaisers war.

 

"Der leuchtende Genji" - nun, allein der Name klang so großartig, in Wirklichkeit tadelte die Welt seine vielen Fehler, sie war sogar bereit, der Nachwelt die Kunde von seinen Liebesabenteuern zu überliefern und plauderte selbst seine Geheimnisse aus, die er, um sein Ansehen besorgt, ängstlich wahrte - oh, wie furchtbar ist doch die Geschwätzigkeit der Menschen!

Damit umreißt Murasaki Shikibu das Thema ihres Romans: Der "leuchtende Genji" und seine Liebesabenteuer stehen im Mittelpunkt. Die Liebesabenteuer Genjis sind ein Spiegel der höfischen Welt am Kaiserpalast zu Heian. 23c.jpg (59660 Byte)Die umworbenen Genji-Frauen, sie leben   streng abgetrennt von den Männern, tragen  schöne, reich verzierte Gewänder, die den Körper eher verbergen als offenbaren. Die Farbenpracht des Obergewandes strahlt erotische Anziehungskraft aus, ebenso das "oshidashi", der kokett heraushängende Ärmel, über den die Männer in Verzückungen geraten können. Immer wieder muss Genji Wandschirme, Schiebewände, Vorhänge, ganze Trupps von überwachenden und schwatzhaften Dienerinnen überwinden, wenn er zu seinen Geliebten gelangen will. Doch immer wieder gelingt es dem Prinzen, hinter den Wandschirm zu gelangen. Klar, was trennen und abschirmen soll, lockt eher zu spannenden, erregenden Erlebnissen. Der Wandschirm, ein Verbot, das verletzt werden will.

 

 

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Stand: 25. März 2011